Archiv für: August, 2009

Retter hat einen Namen?

Wasserratte wird Lebensretter

18.08.2009 – INGELHEIM

Von Maike Hessedenz

HILFE Peter Winkel entreißt die beiden Kinder dem tödlichen Strudel / “Ich kenne den Bach”

Am Rhein kennt er sich aus, ist seit 1980, seit er nach Frei-Weinheim gezogen ist, jede freie Minute am Wasser, hatte selbst seinen Wohnwagen auf dem Campingplatz am Rhein stehen. Jetzt machte seine Schwimm-Leidenschaft Peter Winkel zum Lebensretter. Er war es, der die beiden Kinder, die am Samstag beinahe mit der jungen Frau ertrunken wären, aus dem gefährlichen Strudel gerettet hat.

Gerade war er selbst mit Kindern im seichten Wasser am Ufer am Spielen, “auf einmal hab ich nur noch Arme wedeln sehen”. Dass der Durchbruch zwischen Fahrrinne und Seitenarm eine gefährliche Ecke ist, weiß er – weswegen er keine Sekunde gezögert hat und losgeschwommen ist. Die beiden kleinen Kinder konnte er greifen, auch der Frau habe er zugerufen, sich an seinem Knöchel festzuhalten. “Ich bin mit den Kindern untergetaucht, um dann aus dem Strudel rauszuschwimmen”, erklärt er, wie man sich aus einer solchen Strömung rettet. “Ich habe die Frau noch am Handgelenk gehabt, ihr zugerufen, sich festzuhalten”, erzählt er. Die Panik der Kinder und der Frau habe allerdings auch ihn soviel Kraft gekostet, dass er zunächst nur die fünf- und sechsjährigen Kinder in Sicherheit gebracht habe. “Ich wollte zurück, die Frau holen”, sagt der 49-Jährige. Die inzwischen eingetroffenen Retter hätten ihn allerdings davon abgehalten, nochmal loszuschwimmen. “Ich hab´ ja gesehen, wo sie untergegangen ist und hab die ganze Zeit hingedeutet.”

Die ganze Nacht habe er nicht geschlafen, “ich ärgere mich so, dass ich die Frau nicht retten konnte”. Und auch, weil er sich gefragt habe, wie die beiden Erwachsenen so unvernünftig sein konnten, sich mit den Kindern so weit vom Ufer zu entfernen und sie dann noch von der Krippe ins Wasser springen zu lassen.

“Ich habe das Rettungsschwimmer-Abzeichen, ich schwimm´ für mein Leben gern”, erzählt der Wirt, der seit 2005 in Frei-Weinheim die kleine Kneipe “Zum Rechten Winkel” betreibt und unter anderem auch im CVFW und im VfL aktiv ist. “Ich kenne den Bach”, sagt er über sich selbst und seine Liebe zum Rhein, seinen beiden Kindern, heute 22 und 25 Jahre alt, habe er selbst im Strom das Schwimmen beigebracht, habe schon viele Sommer am Wasser verbracht.

Dass am Rhein etwas geschehen muss, damit die Zahl der Opfer minimiert werde, findet er seit Langem: “Man müsste in der Sommersaison ein DLRG-Boot direkt vor dem Durchbruch stationieren”, schlägt er vor. “Oder den Durchbruch zumachen und woanders hin verlegen.”

Als Held will er sich nach seiner Rettungsaktion nicht feiern lassen, betont er, “ich bin doch nur meinen bürgerlichen Pflichten nachgekommen.”

- Quelle: Allgemeine Zeitung

Ähm ja. Ich gebe zu die Situation in der Hektik nicht ganz überblickt zu haben, aber ob sich das so abgespielt hat wage ich mal zu bezweifeln. Wir waren im Moment des Unglücks nur wenige Meter von den Kindern und dem Freund der ertrunkenen Frau entfernt, aber von einem “Retter” mit zwei Kindern im Schlepptau war keine Spur. Der Lebensgefährte der Frau und eines der Kinder waren definitiv direkt vor bzw. dann neben mir und die “große” Kleine kurz darauf auch, denn ihr habe ich ja ihre kleine Schwester in die Arme gedrückt und bin anschließend rausgerannt um den Rettungsdienst zu alarmieren. Die Aussage “dass er zunächst nur die fünf- und sechsjährigen Kinder in Sicherheit gebracht habe” ist also definitiv falsch, denn eine der beiden kleinen (die 5- oder 6-Jährige) hatte ich im Arm.

Auch die Aussagen, er habe die Frau noch am Handgelenk gehabt und ihr gesagt, sich festzuhalten bzw. sogar “sie solle sich an seinem  Knöchel festhalten” halte ich für extrem fragwürdig. Vor allem, weil er ja angeblich sogar das Rettungsschwimmer-Abzeichen hat… ich möchte mal wissen, welcher Rettungsschwimmer einem panischen ertrinkenden anbietet, sich an seinen Knöcheln festzuhalten. Noch dazu, wenn man schon zwei Kinder im Arm hat.

Aber wie dem auch sei. Evtl. habe ich da ja was nicht mitbekommen. Jedenfalls: Glückwunsch, Herr Winkel!

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Vermisste Frau ertrunken

Die 25-jährige Frau, die am Samstagnachmittag beim Baden in einem Ingelheimer Altrheinarm verunglückt ist, wurde gestern gegen 11.00 Uhr von Rettungskräften tot geborgen. Das sagte ein Pressesprecher der Polizei Mainz auf SWR-Anfrage.

Laut Polizei fand man die Frau in dem Altrheinarm, nicht weit vom Unglücksort entfernt. Die Frau war beim Schwimmen vermutlich von einer Unterströmung erfasst worden und untergegangen. Die alarmierten Rettungskräfte hatten bis zum Einbruch der Dunkelheit am Samstag nach der Verunglückten gesucht, mussten die Suche jedoch erfolglos abbrechen. Die Suche wurde gestern Morgen wieder aufgenommen.

Die junge Frau aus Bad Schwalbach hatte zusammen mit ihrem Lebensgefährten und drei Kindern im Strandbad von Ingelheim gebadet. Gegen 16.30 Uhr hörten andere Badegäste Schreie und eilten der Gruppe zu Hilfe. Eine Unterströmung hatte der Gruppe vermutlich die Beine weggezogen. Der Mann und eines der Kinder konnten sich ans Ufer retten. Ein Badegast zog die beiden anderen Kinder an Land. Die Frau ging jedoch unter.

Direkt nach dem Unglück war eine große Suchaktion mit über 100 Helfern aus der ganzen Region gestartet worden. DLRG, Hubschrauber, Spürhunde und Taucher waren an der Suche beteiligt. Die Angehörigen der Vermissten wurden vor Ort von Notfallseelsorgern betreut.

Quelle: www.swr3.de

Oben genanntes Unglück hat unserer bis dahin sehr lustigen Fahrradtour einen tüchtigen Dämpfer verpasst.

Gegen 16:20 am Samstag kamen wir am Ingelheimer Strandbad und haben uns direkt auf ins Wasser gemacht… etwa 20-30 Meter vom Ufer entfernt schwamm ein hilferufender Mann, den ich noch anmaulen wollte, weil man nicht aus Spaß um Hilfe ruft. Als ich etwas näher kam hab’ ich dann ein weinendes Mädchen direkt neben ihm schwimmen sehen, das immer wieder mit dem Kopf unter Wasser kam. Ein paar Meter weiter schwamm noch ein Mädchen. Da ich nur noch etwa drei bis vier Meter von dem Mann und den Mädchen entfernt war und nur bis zur Hüfte im Wasser stand rief ich ihm zu, dass er sich doch auch einfach hinstellen soll… das Ufer viel jedoch auf kürzeste Distanz erheblich ab und in diesem Moment habe ich begriffen, dass das kein Spaß mehr war!

Ich hab’ dann noch ein paar Schritte nach vorn gemacht sodass ich gerade noch stehen konnte und habe den Mann und das kleine Mädchen rausgezogen… um das andere Mädchen (bzw. die zwei anderen Mädchen wie ich dann später mitbekommen habe) haben sich Max, Stolli und Konsotern gekümmert. Der Mann hat mir dann völlig aufgelöst und erschöpft erzählt, dass seine Freundin Tanja noch fehlt. Fast alle meiner Radfahr-Kumpels sind sofort weiter rausgeschwommen und haben nach ihr getaucht, konnten jedoch nichts finden. Auch Marcel war mit seinem Schlauchboot sofort zur Stelle und ist das Gebiet etwas weitläufiger abgefahren. Ich hab’ die kleine dann ihrer etwas älteren Schwester und der Mutter (Schwester der Vermissten) übergeben und bin sofort rausgerannt um den Rettungsdienst zu alarmieren. Innerhalb weniger Minuten war dann auch der erste RTW und kurz darauf später auch der Rettungshubschrauber vor Ort. Es folgte das DLRG mit mehreren Booten, die Feuerwehr, Rettungstaucher, Notfallseelsorger und eine Rettungshundestaffel… laut Presse waren wohl insgesamt rund 100 Rettungs- und Suchkräfte im Einsatz. Leider konnte die vermisste Freundin des Mannes aber nicht gerettet werden und wurde heute Vormittag tot geborgen – in der Nähe der Unglücksstelle.

2 Kommentare

MediaMarkt-Abzocke!

Drei Tage keine Mehrwertsteuer – 19% sparen – wow! Was für eine Aktion, was für Kampfpreise!

Am Arsch die Waldfee!

Gestern war ich mal im Wiesbadener MediaMarkt um mich für die neue Bude nach einem neuem Fernseher umzusehen. Mein aktueller Fernseher ist ein Samsung 32″ HD-Ready-TFT, etwas mehr als ein Jahr alt. Das Ding habe ich damals für 500,- Euro erstanden und dachte mir deshalb, dass man heute einen vergleichbaren Fernseher für weniger Kohle oder einen besseren/größeren Fernseher für die gleiche Kohle bekommen müsste.

Ich wurde eines besseren belehrt.

Der Preisdurchschnitt für TFT-Fernseher liegt etwa bei 1000,- Euro würde ich sagen, die Schallgrenze für einen 32″er wie ich ihn habe liegt etwa bei 500,- bis 600,- Euro, die Regel ist aber eher 700,- bis 800,- Euro. Das fand ich ganz schön happig!

Einen halbwegs günstigen habe ich dann doch gefunden… auch einen Samsung: LE 37 B 530. Der kostet beim MediaMarkt 749,- Euro. Kurz die 19% Mehrwertsteuerrabatt grob im Kopf ausgerechnet – da sind wir bei etwa 610,- Euro. Naja, geht noch.

Ab nach Hause und mal Preise gegoogelt. Ergebnis: das Teil gibt’s problemlos ab 589,- Euro inkl. Versand!

Sorry, aber da könnte ich kotzen! Würde der Fernseher beim MediaMarkt ganz regulär 610,- Euro kosten wäre das ja kein Problem. Ich bin gerne bereit, ein paar Euro mehr auszugeben um einen Ansprechpartner “vor Ort” zu haben, falls es mal ein Problem gibt. Aber den Preis vor der Aktion derart asozial nach oben zu setzen und nach Abzug des Aktionsrabatts immer noch teurer als andere Anbieter zu sein grenzt für mic ganz eindeutig an Betrug!

Sorry MediaMarkt, aber bei euch kaufe ich nicht mal mehr ein Kabel!

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